Herr Höllen, erzählen Sie uns kurz etwas über Ihren Macan S Diesel.
Ich habe ihn am 30. April 2018 im Porsche Zentrum Zug gekauft – als Vorführwagen. Ursprünglich wurde er im Herbst 2017 als Neuwagen angeliefert und am Macan Day im Februar 2018 habe ich ihn entdeckt. Damals standen knapp 10'000 Kilometer auf dem Tacho. Da war für mich klar: Das ist mein neues Auto.
Wie war der Moment der Übergabe?
Sehr schön! Der Macan stand in der Ablieferungszone, sorgfältig abgedeckt, und ich durfte ihn feierlich übernehmen. Dieses Gefühl, das Auto zum ersten Mal zu starten, bleibt. Meine erste Fahrt führte mich nach Luzern – ein kurzer Ausflug und ein besonderer Moment.
Welche Kriterien waren für Sie entscheidend?
Es war mein erster Porsche. Zuvor bin ich bereits SUV gefahren – allerdings von einem anderen deutschen Hersteller. Die Kombination aus Grösse, Leistung und Fahrgefühl hat mich sofort begeistert und überzeugt. Und: Ich fahre aus Überzeugung nur Autos deutscher Hersteller. Das haben schon mein Vater und mein Grossvater so gemacht und ich führe diese Tradition fort. Für mich muss ein Auto in erster Linie zuverlässig sein – und das erfüllen deutsche Hersteller für mich einfach am besten.
Und heute – ist der Macan mehr als nur ein Fortbewegungsmittel?
Natürlich nutze ich ihn täglich, um von A nach B zu kommen. Aber für mich gehört auch Emotion dazu. Ich möchte mich jedes Mal freuen, wenn ich einsteige, und genau das tut der Macan: Er bietet mir Leistung, Komfort, Grösse und Design in einer gelungenen Mischung.
Wie sieht es im Innenraum aus – fahrendes Zuhause oder aufgeräumt?
Ganz klar aufgeräumt. Ich habe nur ein paar Kaugummis, eine Sonnenbrille und eine Landkarte im Fach. Ansonsten nichts. Ich mag es puristisch, nicht überladen.
300'000 km fährt man nicht einfach so nebenbei …
Das stimmt. Ich arbeite in der Finanzbranche und besuche viele Kunden in Europa – ein- bis zweimal im Jahr fahre ich zu ihnen, immer mit dem Macan. Früher kam noch das tägliche Pendeln zwischen Hünenberg und Vaduz hinzu. Inzwischen habe ich eine Wohnung in Liechtenstein, aber Kilometer sammle ich immer noch genug – auch weil ich an den Wochenenden gerne mit dem Auto unterwegs bin. Unterm Strich: Ich fahre einfach leidenschaftlich gerne.
Welche Reisen sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Definitiv Kroatien, Italien, Deutschland und Österreich – lange Strecken, die Spass gemacht haben. Für ganz weite Ziele wie das Nordkap haben wir dann aber doch das Flugzeug genommen.
300'000 km – da verbringt man viel Zeit hinter dem Steuer. Was machen Sie unterwegs?
Ich bin da wohl eher klassisch. Meistens läuft Radio Pilatus oder SRF 1. Ab und zu telefoniere ich, wenn es passt. Aber ansonsten halte ich den Fokus bewusst auf der Strasse.
Gab es Momente, in denen Sie den Macan besonders geschätzt haben?
Viele. Am meisten aber dafür, dass er mich noch nie im Stich gelassen hat. In einer Zeit, in der das längst nicht selbstverständlich ist, schätze ich seine Zuverlässigkeit enorm. Ob Schnee, Regen oder Sommerhitze – er läuft einfach. Mit ausreichend Leistung und für seine Klasse vernünftigem Verbrauch und mit der Top-Allradtechnik obendrauf.
Ist er für Sie trotzdem „nur“ ein Auto – und kein Familienmitglied?
Ja. Aber er ist ein sehr gepflegtes Auto. Ich wasche ihn ausschliesslich von Hand, ledere ihn sorgfältig ab und gönne ihm ab und zu eine Politur. Mir ist wichtig, dass er sauber und gepflegt ist – genauso wie mein Zuhause.
Wie reagieren Freunde und Kollegen auf die Laufleistung?
Meist mit grossen Augen. Viele meiner Kollegen fahren ebenfalls Porsche, aber keiner von ihnen hat ein Modell mit 300'000 km gesehen. Das sorgt für Staunen – und auch ein bisschen für Hochachtung und Respekt.
Ganz ohne Probleme ging es aber nicht, oder?
Einmal hat er Öl verloren. Der Motor musste auseinandergebaut werden. Dank Porsche Approved Garantie war aber alles abgedeckt.
Und die Zukunft? Bleiben Sie dem Macan treu?
Unbedingt. Auch wenn ich mir natürlich Gedanken mache, wie es nach 300'000 km weitergeht. Ein Elektroauto ist für mich aktuell keine Option.
Haben Sie ein Ziel vor Augen?
Ja – die 400'000 km (lacht). Ich weiss, dass ein Auto mit dieser Laufleistung kaum noch einen Marktwert hat, selbst wenn es ein Porsche ist. Aber für mich zählt das nicht. Solange ich mich sicher fühle, fahre ich weiter.
Und die Freude am Porsche ist nach all den Jahren noch da?
Jeden Morgen. Ich steige ein und freue mich. Das Leder ist immer noch in gutem Zustand – nur der klassische Neuwagenduft ist verschwunden. Darf ich noch etwas ergänzen?
Aber klar.
Den Porsche Teams in Rotkreuz und Maienfeld danke ich sehr für die stets sehr freundliche, kompetente und hilfsbereite Servicearbeit mit meinem Macan. Auch dank ihnen läuft der Porsche immer noch perfekt.
Autobahn oder Passstrasse?
In der Freizeit die Passstrasse, geschäftlich die Autobahn.
Sommerhitze oder Winterkälte?
Beides – zum Glück haben wir Jahreszeiten in der Schweiz.
Fahrspass oder Komfort?
In meinem Alter immer mehr Komfort, aber den Fahrspass möchte ich nicht missen.
Fahrer oder Beifahrer?
Fahrer. Aber ich bin auch ein angenehmer Beifahrer.
Geplante Route oder spontane Entdeckungstour?
Lieber geplant.
Sportmodus oder Normalmodus?
Normal. In den Bergen darf es aber auch Sportmodus sein.
Handwäsche oder Waschstrasse?
Handwäsche – mit echtem Hirschleder.





